Hinweise zur Gestaltung eines strukturierten Familienalltags

Familienalltag gestalten trotz Corona-Krise

Schulen und Kitas sind geschlossen. Unser soziales Leben, wie wir es kannten, existiert nicht mehr. Gaststätten, Sportvereine und Freizeiteinrichtungen mussten ebenfalls ihre Türen bis auf Weiteres schließen. Wir sind angehalten die Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts auf ein Minimum zu reduzieren. Der Besuch von Oma und Opa oder anderen Angehörigen, Freunden und Bekannten ist daher vorerst nicht mehr möglich. Viele Arbeitnehmer/innen sind jetzt von Kurzarbeit betroffen, befinden sich im Home-Office oder haben sogar eine Kündigung erhalten. Der Corona-Virus hat unser aller Leben ziemlich auf den Kopf gestellt. Wie kann trotz der aktuellen Lage ein guter Familienalltag stattfinden?

Wichtig ist jetzt, eine Tagesstruktur mit festen Aufsteh- und Zubettgehzeiten , feste Lernzeiten (beispielsweise Vormittag ohne Mediennutzung, am Nachmittag sind Tablet oder Laptop zum Lernen erlaubt) und feste Arbeitsplätze zu schaffen, aber auch ausreichend und bewusste Pausen einzuplanen. Für alle, die vom Selbstlernen eine kleine Pause brauchen: vom 25.03. bis zum 07.04.2020 lesen bekannte und beliebte Beltz-Autorinnen und Autoren aus ihren aktuellen Büchern vor ( Beltz Vorlesepause ) .

Weiterhin wichtig ist die Einführung von festen Familienzeiten , in denen gemeinsam gespielt, gekocht, gegessen, spazieren gegangen oder sich sportlich betätigt werden kann (hierzu auch Albas tägliche Sportstunde Youtube-Kanal ).


 

Mediale Nutzung
Natürlich kann in dieser Krisenzeit, in der man mehr zu Hause ist, die Kinder betreut und gegebenenfalls noch Arbeitsleitungen erbringen muss, bei gleichzeitig weniger Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, die Mediennutzung ansteigen. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie die Zeiten vor den Bildschirmen im Auge behalten und eine feste Nutzungsdauer mit Ihrem Kind vereinbaren. Die WHO hat zum Thema Bildschirmzeiten folgende Richtwerte veröffentlicht:

 

- Kinder bis 5 Jahre: 0,5 Stunden täglich
- Kinder zw. 6 und 9 Jahren: 1 Stunde täglich
- Kinder ab 9 Jahren Tages- oder Wochenkontingent: 10 Minuten pro Lebensjahr am Tag oder 1h pro Lebensjahr in der Woche

 

Hinzu kommt natürlich momentan noch die Zeit für digitale Schulaufgaben und die Kommunikation mit Freunden und Verwandten. Diese sollte von der vereinbarten Zeit nicht abgezogen werden. Sie selbst dienen dabei als Vorbild. Bildschirmfreie Zeiten sollten für alle gleichermaßen gelten und dann auch als Familienzeiten genutzt werden.

 

Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind geeignete Spiele heraus, wobei immer die Altersbeschränkungen beachtet werden sollten. Häufig fehlt den Kindern noch ein Bewusstsein dafür, wie gefährlich es sein kann, Daten im Internet preiszugegeben und dass diese auch gespeichert werden können. Daher ist es immer gut, ein Auge auf die aktuellen Lieblingsspiele der Kinder zu haben und über Risiken zu sprechen.
Die Initiative „Schau hin“ führte zu diesem Thema auch einen digitalen Elternabend durch. Ein zusammenfassendes Video können Sie unter: "Zu Hause wegen Corona! Wie Eltern und Kinder Medien jetzt gut nutzen" abrufen.

 

 

Umgang mit Nachrichten
Suchen Sie aktiv das Gespräch mit Ihrem Kind, um über aktuelle Nachrichten und Entwicklungen der Corona-Krise zu sprechen ( Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus ). Kinder und Jugendliche sollten mit der Vielzahl von überschlagenden Meldungen im Internet, Fernsehen und Radio nicht alleine gelassen werden. Versuchen Sie altersgemäße Informationen zu nutzen und Meldungen auf deren Richtigkeit zu überprüfen ( Falschmeldungen/Fake-News ). Hierfür hat die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz (Magdeburg) eine kleine Handreichung für Eltern zusammengestellt, die Sie unter folgendem Link finden: Mit Kindern zuhause - Informationen für Eltern zu Medien und Falschmeldungen .

 


Lernen und Corona
Haushalt, Arbeit, familiäres Leben und schulische Aufgaben jetzt unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie sich selbst und auch Ihre Kinder nicht zu sehr unter Druck setzen. Bei Fragen und Problemen zu schulischen Aufgaben können Sie gern die Klassenlehrer kontaktieren.
Sollten Sie weitere Hilfestellungen benötigen oder haben Fragen zu anderen Themen-gebieten, können Sie sich gern an mich wenden (Schulsozialarbeiterin Frau Hilgard:   0151 406 38264). Wir können dann gemeinsam versuchen eine Lösung zu finden. Hilfreich könnte dabei auch die Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend   mit aktuellen Informationen zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten mit wichtigen Nummern der Hilfetelefone sein.

 


Es grüßen Sie herzlich
Stephanie Hilgard (Schulsozialarbeiterin)
und das Kollegium des Förderzentrums Zeitz.

 

Bleiben Sie und Ihre Familien gesund!

  

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